Ratgeber Feuchtigkeit in der Wohnung Teil 2/5

Ursachen für Feuchtigkeit in der Wohnung

Häufig stellt man feuchte Zimmerecken oder Feuchtigkeit an den Fenstern im Winter, während der Heizperiode, fest. Schnell wird vermutet, dass die Feuchtigkeit durch eine undichte Außenwand oder gar durch die Fenster in das Gebäude eindringt.

Dies ist jedoch in den meisten Fälle nicht zutreffend. Die Ursache für Feuchtigkeit in den Wohnräumen ist häufig unregelmäßiges Heizen oder ein falsches Lüftungsverhalten. Hier einige Beispiele und mögliche Ursachen. Vielfach ist auch eine Kombination verschiedener Faktoren verantwortlich für die Feuchtigkeitsprobleme.

Meistens treten die Feuchtigkeitsprobleme zuerst in Schlafzimmer, Badezimmer und Küche auf. Und dies aus gutem Grund, weil hier die größte Menge an Feuchtigkeit durch die Bewohner in die Luft gebracht wird.

  1. Früher war ein Mindestluftaustausch durch undichtere Fenster bzw. deren Dichtungen gewährleistet. Heutige moderne Fenster sind isolierverglast und sehr luftdicht. Dies macht einen manuellen Luftaustausch notwendig.
  2. Früher waren Häuser schlechter oder gar nicht gedämmt, ein Feuchtigkeitsaustausch fand auch über das Mauerwerk statt. Heutige, modern gedämmte oder auch nachgedämmte Wohnungen und Häuser lassen einen Luftaustausch über das Mauerwerk fast nicht mehr zu.
  3. Die Räume werden zu wenig beheizt. Bei längerer Abwesenheit werden die Heizkörper häufig abgedreht, um Energie zu sparen. Da kalte Luft jedoch physikalisch bedingt nur deutlich weniger Wasser speichern kann als kalte Luft, kondensiert die überschüssige Feuchtigkeit an kalten Stellen (Fenster, Zimmerecken etc.). Durch Abschalten der Heizkörper kühlen die Räume jedoch aus, ein abendliches Hochheizen kostet insgesamt mehr Energie, als eine kontinuierliche Beheizung über den ganzen Tag.
  4. Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt: auch ein Feuchtigkeitsbefall von Außen ist möglich, hier kann Ihnen nur ein Handwerker helfen, der die Ursache erkennt und behebt. Diese Probleme sind jedoch nicht Bestandteil dieses Ratgebers, da Ferndiagnosen bei Bauschäden in der Regel nicht möglich sind. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Vermieter.

Wo kommt die hohe Luftfeuchtigkeit überhaupt her?

  1. Beispiel: Feuchtigkeit im Schlafzimmer

    Über Nacht geben zwei Personen etwa 1 Liter Wasser durch Atmung bzw. Schwitzen an die Umgebungsluft ab. Ein Teil davon wird in der Luft gespeichert, der andere Teil kondensiert an den kälteren Bereichen des Schlafzimmers: Fenster, aber auch Wände, Möbel und Fußböden. Aus diesem Grund ist im Schlafzimmer auch häufig eine morgendliche Kondenswasserbildung an den Fensterscheiben zu beobachten

  2. Beispiel: Feuchtigkeit im Badezimmer

    Hier gelangen große Mengen Feuchtigkeit durch die Körperpflege (Waschen, Duschen) und durch mögliche Waschmaschinen in die Luft.

  3. Beispiel: Feuchtigkeit in der Küche

    Beim Kochen, aber auch durch Elektrogeräte wie Spülmaschinen, gelangen große Mengen Feuchtigkeit in die Umgebungsluft.

Zur Überwachung der Feuchtigkeitswerte in einem Wohnraum verwenden Sie am besten ein manuelles Hygrometer wie das unten gezeigte. Hier handelt es sich um ein manuelles Gerät, welches keine Batterie für den Betrieb benötigt. Das Gerät wird durch mich häufig empfohlen und erfüllt seinen Zweck wirklich gut. Die Skala weist deutlich darauf hin, wann gelüftet werden sollte. Für das Wohnraum-Hygrometer gibt es eine klare Kaufempfehlung.

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Ein weiteres Gerät ist das digitale Hygrometer mit Alarmfunktion. Dieses weist Sie akustisch darauf hin, wann gelüftet werden sollte. Nachteile: eine Batterie wird benötigt und es ist nicht unbedingt im Schlafzimmer zu empfehlen

Digitales Hygrometer mit Alarmfunktion




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Nachdem nun die Probleme durch erhöhte Feuchtigkeit in der Wohnung erkannt wurden und die Feuchtigkeitswerte mittels Hygrometer ermittelt werden können, gilt es, erste Maßnahmen zur dauerhaften Reduzierung der Feuchtigkeitswerte einzuleiten.

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Kommentar von Andrea Nowotny |

Hi,danke für die Tipps. Bei mir hat richtiges Lüften wohl gereicht. Habe mir zwei digitale Messgeräte geholt, die Alarmfunktion ist für den Anfang wirklich gut.

Gruß Andrea

Antwort von Marco Treimer

Hallo Frau Nowotny, vielen Dank für die positive Rückmeldung. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei dem Versuch, die Feuchtigkeit in der Wohnung auf einfachem Wege zu reduzieren. Häufig reicht wirklich eine leichte Verhaltsänderung aus, um die Feuchtigkeit in den Wohnungräumen nachhaltig zu reduzieren. Gruß Marco Treimer Bautrockner-Luebeck.de